Apfelbäumchen e.V. Kindertageseinrichtungen

Partizipation

Die UN-Kinderrechtskonvention bezeichnet Kinder als kompetente Lerner, die das Recht haben, ihre Meinung zu äußern und selbst Entscheidungen zu treffen. Wir verstehen unter der Beteiligung von Kindern die Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung sowie das Recht auf Beteiligung und Beschwerde.

 

Beteiligungs- und Beschwerdemanagement                                     

Kinder haben das Recht, nicht nur über die Gestaltung des gemeinsamen Alltags in der Einrichtung mitzuentscheiden, sondern sich auch über alle sie betreffenden Aspekte zu beschweren. Unser Beschwerde - und Beteiligungsmanagement gibt den Kindern die Möglichkeit „von klein auf“ Wertschätzung zu erfahren und als Teil der Gemeinschaft Selbstwirksamkeit kennenzulernen. Beteiligung ist Teil eines Interaktionsprozesses, der auf dem Prinzip der Gleichberechtigung basiert. Wir möchten den Kindern kontinuierlich die Möglichkeit geben, Situationen im entdeckenden Lernen selbst zu gestalten, Lernwege selbst zu finden und auch "Umwege" zuzulassen. Grundsatz ist daher für uns immer: „Was auch immer Kinder selbst in die Hand nehmen können, sollen sie auch tun.“ Dabei sind ein starkes Selbstvertrauen und die Erfahrung der eigenen Wirksamkeit sowohl Voraussetzung als auch Ziel der Mitwirkung. So wird den Kindern die Möglichkeit gegeben und das Recht eingeräumt, Sachverhalte zu hinterfragen und Bedürfnisse kenntlich zu machen. Im Freispiel wählen die Kinder ihren Spielbereich, das Spielmaterial sowie die Spieldauer und den Spielpartner selbstständig aus. Die Kinder entscheiden frei für sich, ob und wann sie an geplanten Angeboten der Erzieher teilnehmen möchten. Zudem hat jedes Kind die freie Wahl, ob es sich aktiv beteiligen möchte oder lieber in der Beobachterrolle bleibt. Jedes Kind entscheidet für sich selbst, was und wie viel es essen möchte und neben welchem Kind es sitzen mag. Wir beziehen Kinder als Ideen- und Beschwerdeführer aktiv mit ein. Sie können im Alltag unserer Kindertageseinrichtung erleben, dass sie bei Unzufriedenheit über unterschiedlichste Ausdrucksformen ernst und wahrgenommen werden. Kinder verfügen über unzählige Ausdrucksformen zur Beteiligung und Beschwerde. Die wohl am Häufigsten benutzte ist das Weinen, Quengeln, Schreien oder der Ausdruck durch die Körperhaltung. Sie drehen sich um und gehen weg, stampfen mit den Beinen oder verstecken ihr Gesicht hinter den Händen. Wir legen großen Wert darauf, dass sich jedes Kind mit seiner Beschwerde von uns ernstgenommen fühlt. Eine erklärende und authentische Kommunikation sowie der Respekt gegenüber den kindlichen Empfindungen ist hier für uns die Voraussetzung.

 

Kinderkonferenz

Um den Kindern eine weitere regelmäßige Möglichkeit der Partizipation zu ermöglichen, findet bei uns in der Kita einmal in der Woche eine Kinderkonferenz statt. Das heißt für uns: Kinder mitsprechen und mitüberlegen zu lassen, sie zu beteiligen, sich auf einen Veränderungsprozess einzulassen und zu begeben, konkrete Situationen zu verstehen, zu besprechen und zu gestalten, zusammen planen und zu phantasieren, zu erzählen und zu philosophieren, Unmut und Freude auszudrücken, gemeinsames Aushandeln von Ideen und Vorhaben, Grenzen von sich und anderen zu erfahren und Verantwortung und Engagement für aneinander zu entwickeln. In der Kinderkonferenz werden bisherige Angebote reflektiert, Ideen für neue Projekte gesammelt, Konflikte ausgehandelt, Beschwerden besprochen und nebenbei soziale Umgangsformen erprobt.

 


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